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21.11. - 25.11.2011
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Workshop 2011-1
 
 
28.2. - 4.3.2011
Reise in die Bourgogne
 
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Kooperation mit dem L.A.C

 
8.11. -12.11.2010
Workshop 2010/2
 
 
 
 
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Treffen in Paris
 
1.6.2010
malerei2020peinture
 
 
 
 
18.3.2010
Besuch des L.A.C. Sigean
 
15.3. - 22.3.2010
Workshop 2010/1
 
 
 
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Besuch aus Toulouse
 
Konzeption mit Ludwig
Museum Koblenz
 
Virnich an der ESBA Toulouse
 
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Ins Blaue - Un voyage sans destination
Centre d'Art Pougues les Eaux
   
   
  15.11.2010
EP limbus europae
 
 
 
 
14.5.2010
Polichinelle IV
 
25.3.2010
Polichinelle III
   
22.3.2010
Polichinelle II
  19.3.2010
Performance
Felix Bressieux
   
   
  9.3.2010
Polichinelle I
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
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15.3 – 22.3.2010
\\ Workshop 2010,1

Der erste Workshop 2010, bei dem die Klasse Virnich die EsBA Toulouse besuchte, war eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit und Initial für den Arbeitsprozess sowohl einzelner Teilnehmer, als auch für die Entwicklung des gesamten Projektes.
Dabei hatte die Woche vier Schwerpunkte: zum Einen die gemeinsamen Kolloquien, die mit der Arbeitsgrundlage von Herrn Virnich, essentielle Fragen zur Malerei stellten, und damit zur Begriffsklärung dienten, aber vor allem die Problemstellung des gesamten Projektes klar machten. Zum Zweiten die Plenen vor den Arbeiten der Studenten, sei es direkt am Arbeitsplatz der Toulouser Studenten, oder mit Hilfe von Abbildungen bei den angereisten Studenten der Mainzer Kunsthochschule. Zum Dritten die Exkursion am Donnerstag den 18.3. und schließlich kleine Ausstellungen oder Performances, die einige Studenten als besondere Formen des Zeigens wählten.

Exkursion
Bei der Exkursion steuerten wir zunächst das L.A.C. (Lieu d’Art Contemporain), eine private Sammlung, in Sigean an. Während die Ausstellung im Erdgeschoss noch im Aufbau war, war in den oberen Räumen mehrere Arbeiten von Evert Lundquist, und Werke von Robert Morris, Piet Moget, Donald Judd, Piet Mondrian, Josef Albers, Balthus, Marlene Dumas und vielen anderen mehr zu sehen. Die Offenheit des Ortes und die einzigartige Atmosphäre war inspirierend. Das Kloster Fontfroide, das ursprünglich eine Abtei des Benediktinerordens war, beeindruckte die Gruppe besonders durch die Strenge der Architektur, die das zisterziensische Armutsgelöbnis widerspiegelt. Zum Schluss besuchten wir das Museum Sérignan, das 2006 gegründet wurde und den Fokus auf zeitgenössische Kunst legt. Besonders die Arbeit Simon Hantaïs regte zu Diskussionen an. Der Maler hat eine Technik entwickelt, bei der er die weiße Leinwand faltet, dann Farbe aufträgt und nach der Trocknung die Leinwand auf einen Keilrahmen aufzieht. Dadurch entstehen sehr klar konturierte farbige Ereignisse.

Studentische Präsentationen
Bei der Präsentation von Kirill Ukolov am Freitag den 19.3. im Palais des Arts der EsBA war der Eingang durch Stellwände so verengt, dass die Besucher nur nacheinander eintreten konnten. Der gesamte Boden war mit leeren, weißen Blättern bedeckt, und an den Wänden in unregelmäßiger Streuung grüngelbe Klebepunkte angebracht. Durch die Besucher wurden die Blätter verschoben und der stark ornamentale Boden kam wieder zum Vorschein.

Danach zeigte Felix Bressieux eine Performance im Hof der EsBA . Ein ca. 60 cm hoher, kubischer Betonklotz war in der Mitte des Hofes platziert. Mit Schutzbrille und Vorschlaghammer ausgerüstet betrat der Kunststudent den Hof und begann den Block zu zertrümmern. Von Schlag zu Schlag merkte man ihm die Kraftanstrengung an, die das forderte. Etwa in der Mitte angelangt, kam blaues Pigment zu Tage, das in dem Klotz eingeschlossen gewesen war. Einige Hinweise in der anschließenden Diskussion beschäftigten sich mit der Farbe des Pigmentes, das als Verweis auf den Himmel verstanden wurde.

Im Anschluss hatte Dimitri Robert eine Installation in der Galerie de Quai der EsBA vorbereitet, die aus geweißten Gegenständen arrangiert war, auf die ein Video projiziert wurde. In dem Video handelte der Kunststudent in dem von ihm aufgebauten Setting. So wie er Gegenstände einführte mit ihnen agierte, wurde deren Bild auf die realen, geweißten Gegenstände geworfen, und erschienen dadurch plastisch. So erschien nach und nach auf dem weißen Bild immer mehr Farbiges, das der Künstler durch scheinbar wilde Zerstörungswut (Abbrennen eines Plakates, Zerschlagen einer Weinflasche...) schließlich wieder zurücknahm.

Am Montag den 22.3. hatten sich Jonas Maas und Philipp Schneider kurzfristig entschlossen in der EsBA eine kleine Ausstellung zu realisieren, der zweite Teil ihrer "Polichinelle"-Reihe. Bei ihrer Präsentation in Raum 310 zeigten sie Arbeiten, die vor Ort entstanden waren, und für die sie teilweise gefundenes Material nutzten. Mit dieser Ausstellung setzten sie eine Reihe fort, deren Titel sich auf das schnelle, fragile Handeln bezieht.