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21.11. - 25.11.2011
Workshop 2011-2
 
3.7. - 10.7.2011
Workshop 2011-1
 
 
28.2. - 4.3.2011
Reise in die Bourgogne
 
3.1.2011
Kooperation mit dem L.A.C

 
8.11. -12.11.2010
Workshop 2010/2
 
 
 
 
23.7. - 24.7. 2010
Treffen in Paris
 
1.6.2010
malerei2020peinture
 
 
 
 
18.3.2010
Besuch des L.A.C. Sigean
 
15.3. - 22.3.2010
Workshop 2010/1
 
 
 
2.7.- 5.7.2009
Besuch aus Toulouse
 
Konzeption mit Ludwig
Museum Koblenz
 
Virnich an der ESBA Toulouse
 
6.12 - 10.12.2008
1. Treffen in Mainz
 
 
 
 
 
29.04.2012 - 17.06.12
MALEREI2020PEINTURE
   
  9.7.2011
en haut
   
  9.4. - 11.4.2011
Ganymed 3
 
1.4. - 3.4.2011
Ganymed 1
   
3.3.2011
Ins Blaue - Un voyage sans destination
Centre d'Art Pougues les Eaux
   
   
  15.11.2010
EP limbus europae
 
 
 
 
14.5.2010
Polichinelle IV
 
25.3.2010
Polichinelle III
   
22.3.2010
Polichinelle II
  19.3.2010
Performance
Felix Bressieux
   
   
  9.3.2010
Polichinelle I
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
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8.11.-12.11.2010
\\ Workshop 2-2010, Berlin

Der zweite Workshop 2010 (8.11. - 12.11.) setzte drei Schwerpunkte: Zum einen die Fortsetzung der theoretischen Arbeit aus dem Workshop im März, dabei war Ausgangspunkt ein Vortrag Katharina Schmidts, des weiteren das Vorstellen der Arbeiten der Teilnehmen, und schließlich die Besichtigung diverser Museen und Institutionen in Berlin. Untergebracht war die Gruppe im Pfefferbett, einem Hostel auf dem Pfefferberg, dem schön restaurierten Gelände einer ehemaligen Brauerei. Ein Arbeitsraum konnte direkt gegenüber bei Aedes Campus gefunden werden.

Besichtigungen
Bei den Besichtigungen profitierten wir hauptsächlich von dem hervorragenden Angebot der Staatlichen Museen Berlins. Wir besuchten die Alte Nationalgalerie, wo über die Sammlung hinaus noch eine Arbeit von Tino Sehgal stattfand.

Die Gemäldegalerie beeindruckte mit Werken von van Eyck, Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Rubens, Rembrandt und Vermeer. In der Neuen Nationalgalerie wiederum waren unter dem Titel "Moderne Zeiten. Die Sammlung. 1900 - 1945" Arbeiten von Künstlern wie Munch, Kirchner, Picasso, Klee, Feininger, Dix und Kokoschka ausgestellt. Außerdem war in der Oberen Halle die Ausstellung 'Intolerance' von Willem de Rooij zu sehen. Der Hamburger Bahnhof  zeigte die Sonderausstellung "Soma" von Carsten Höller, die Sammlungen (Flick-Collection, Sammlung Marx) und Videoarbeiten von Philipp Lachenmann. Neben der umfangreichen Beuys-Präsentation waren auch Arbeiten von u.a. Warhol, Rauschenberg, Twombly, Judd, Morris, Nauman, Serra und Pernice vertreten.


Außerdem besuchten wir die Ausstellung Color Fields im Deutschen Guggenheim, wo Arbeiten von u.a. Gene Davis, Paul Feeley, Helen Frankenthaler, Hans Hofmann, Alfred Jensen, Morris Louis, Kenneth Noland, Raimond Parker, Larry Poons, Mark Rothko und Frank Stella und zu sehen waren, und die Ausstellung "Minimalism and Applied II" in der Daimler Kunst Sammlung. Im Gropius-Bau sahen wir Pierre Soulages, was leider auch auf Grund der katastrophalen Hängung eine ziemliche Enttäuschung war.

Von den zahlreichen Galerien und anderen Ausstellungen sind besonders die CFA  (Max Frisinger, Marcel Eichner), die Nymphius-Projekte (Koksen ist 80er)  und die Galerie M + R Fricke (Gabriele Bach) herauszuheben.

Vortrag Katharina Schmidt
Katharina Schmidt hielt einen Vortrag über das Bezugsfeld von Malerei, der sich in zwei Teile gliederte. Im ersten stellte sie den Kontext der Malerei von der Nachkriegszeit an dar, den zweiten widmete sie vier zeitgenössischen Künstlern, davon drei aus Berlin. Sie begann mit Yves Klein, zeigte dann die einflussreiche Ausstellung "This is tomorow" (1956) in London. Auch auf die Ausstellungs-architektur bezogen war der Blick auf Pollocks und Rothkos Werk, von denen sie je eine Schau zeigte. Es folgten eine Wandzeichnung von Sol le Witt 1968 und eine Knox Martin 1970 gestaltete Häuserwand in New York. Außerdem zeigte sie Graffitis auf U-Bahnen und Häuserblocks. Die Manifestation III von BMPT (Buren, Mousset, Parmentier, Toroni) fand in einem Theatersaal statt, wo die Besucher die 4 Bilder 45 min betrachten sollten. 1968 machte Buren eine Plakataktion in Paris mit den typischen vertikalen Streifen. Anton Perich wiederum arbeitet mit einem sehr frühen Digitaldrucker, der einen streifigen Farbauftrag verursacht. Tim Head zeigte 1992 abstrakt anmutende Digitaldrucke, die er auf seiner Homepage unter die Kategorie Malerei sortiert. Den Abschluss bildeten Stoffbilder von Blinky Palermo.
Als vier zeitgenössische Positionen zeigte Katharina Schmidt Susanne Paesler, Ursula Döbereiner, Frederike Feldmann und Josh Smith.

Kolloquiumsarbeit
Ausgehend vom Vortrag und natürlich auch den Kolloquien des letzten Workshops  kam es zu folgenden Fragestellungen: Gibt es Konstituenten der Malerei? Oder ist das keine Frage? Schließen wir etwa Zeitmedien wie z.B. Video grundsätzlich aus der Malerei aus, oder orientieren wir uns an der Einordnung des Autors?

Ziele des Workshops sind zum einen der Austausch, zum andern der im Titel "malerei2020peinture" formulierte Anspruch etwas über Malerei auszusagen, was sich auch in der abschließenden Ausstellung spiegelt.

Die Teilnehmer sahen in der Konstellation des Workshops Probleme, aber auch große Chancen. Zwar kommt es durch die Zweisprachigkeit der Gruppe zu Verständigungsproblemen, sie rückt aber auch das grundsätzliche Verhältnis von Malerei und Sprache in den Mittelpunkt. Ebenso kann die Größe der Gruppe als hemmend, aber auch bereichernd gesehen werden. Auch wenn Ausstellungs-besuche anregend für die eigene Arbeit sind, sah es ein Großteil der Gruppe doch für notwendig an, in dieser Phase des Projekts eine größere Konzentration auf die gemeinsame Arbeit auch in Hinblick auf die Ausstellung zu legen. Insgesamt bestand der Wunsch nach Klärung der Begriffe und Ziele. Das Projekt wurde als räumliche, zeitliche und inhaltliche Distanz beschrieben, so dass für jeden Teilnehmer die Notwendigkeit besteht, seinen eigenen Standort zu finden.
Als Möglichkeiten des Austausches und der Zusammenarbeit sollen ein Blog und auch die "EPs" dienen. Diese kleinen Ausstellungen sind von den Teilnehmern selbständig organisiert, dort können sie Formen des Zeigens finden, und auf diese Weise zusammenarbeiten und ihre eigene künstlerische Fragestellung erproben.